Die Ebene von Sibari und die ionische cosentinische Küste ist reich an Zeugnissen der großgriechischen und byzantinischen Vergangenheit, insbesondere auch zahlreichen Burgen.
Rocca Imperiale Marina ist ein gut ausgestatteter Badeort mit einem schönen Strand; im Hinterland auf 204 m Höhe liegt Rocca Imperiale, über das ein Castello aufragt, gebaut von Kaiser Friedrich II. Von hier windet sich die Straße auf 860 m Höhe nach Nocara, wo sich die Reste des mittelalterlichen Nucaria befinden. Über die Panoramastraße erreicht man Oriolo, ebenfalls überragt von einem Castello. Kehrt man nun zur Küstenstraße zurück, erreicht man Montegiordano Marina, einen wachsenden sich ausbreitenden Badeort.
Etwa 7 km entfernt liegt das Castello di Roseto Capo Spulico, ein antikes Bollwerk gegen sarazenische Einfälle, um das sich der Badeort Marina di Roseta entwickelte. Das alte Zentrum von Roseto Capo Spulico liegt in Panoramalage auf einem Hügel in Sichtweite der Küste. Hier sind die mittelalterlichen Ringmauern noch sichtbar und es existiert eine Kirche aus dem 15. Jh.. die Chiesa di Santa Maria della Consolazione.
Zur modernen Niederlassung Marina di Amendolara am Meer gehört der alte Ursprung Amendolara, wo im Antiquarium Fundstücke aus hellenistischer und römischer Zeit ausgestellt werden, die in der Umgebung gefunden wurden. Interessant ist zudem die mittelalterliche (15. Jh.) Chiesa di Santa Margherita.
In Trebisacce, Badeort mit Freizeithafen und Fischereihafen, steht die barocke Chiesa di San Nicola. Wenige Kilometer weiter findet sich der Torre del Saraceno. In Villapiana finden wir Reste eines Castello und den Palazzo die San Severino. Villapiana Lido liegt von einem Pinienwald umgeben am Meer.
Cassano allo Ionio ist wegen seiner Thermalanlagen eine bedeutende Stadt mit mehr als 20.000 Einwohnern. Die schöne Cattedrale aus dem 15. Jh. wurde mehrfach renoviert und birgt im Inneren zahlreiche Wertstücke. Das Museo diocesano besitzt Werke von süditalienischen Autoren des 12. bis 18. Jahrhundert. Über dem Wohnort thronen die Überreste des Castello medievale. 2 km entfernt findet sich in der Nähe des Monte delle Armi das prachtvolle Santuario della Madonna della Catena mit einem Portal aus der Renaissance und einer Kuppel aus dem 17. Jh.
Nahe Spezzano Albanese, Zuflucht einer albanischen Gemeinschaft im 16. Jh., steht das stark besuchte Stabilimento termale (Thermalanlage) mit salz- und jodbromidhaltigem Wasser, das bereits in der Antike bekannt war. Eine ähnlich alte Heilquelle befindet sich auch in Polychnitos auf der ägäischen Insel Lesbos.
Nach Lorenzo del Vallo und Terranova da Sibari erreicht man Sibari, den Knotenpunkt zwischen tyrrhenischem und ionischem Meer, zwischen Kalabrien und Apulien. Hier sind bedeutende Residenzen und Ferienanlagen an der Küstenstraße entstanden, darunter auch der Komplex Laghi di Sybaris mit einem Freizeithafen und einer Bootswerkstatt.
Sibari ist Nachkomme des antiken großgriechischen Sybaris, zerstört von Crotone 510 v. Chr., auf der später die hellenistische Kolonie von Thourioi entstand. Im 2. Jh. V. Chr. Überlagerte sich die römische Kolonie von Copia, eine blühende Stadt bis in die späte römische Kaiserzeit. Archäologische Grabungen im Parco del Cavallo führten bedeutende Funde aus Copia ans Licht: ein Theater, eine Thermalanlage, Überreste von Tempeln und Wohnungen. In Casa Bianca und Stombi gibt es weitere Grabungen. Seit 1996 gibt es eine Ausstellung im Museo della Sibaritide.
Südlich von Sibari liegt am Meer der bedeutende Fischereihafen Marina di Schiavonea und in den Bergen der Ort Schiavonea mit der antiken basilianischen Abtei Santuario di Santa Maria di Illirico, die später von den Fürsten von Saluzzo umgebaut wurde. Größte Attraktion der Stadt Corigliano Calabro ist das gut erhaltene Castello mit zahlreichen interessanten Räumen und schönen Kunstwerken.
Der größte Schatz der Stadt Rossano ist der berühmte Codex purpureus, eines der ältesten und schönsten griechischen Evangeliare, der im Museo diocesano aufbewahrt wird. Zudem bietet Rossano die Kathedrale Acheropita, die Chiesa della Panàghia aus dem 12. Jh. und die Chiesa di San Marco, ein byzantinische Juwel, sowie die Chiesa di San Bernardino.
Veranstaltungen: September - Sybaris Magna Grecia, Januar - das Weihefest der Agrumen in Corigliano
Kulinarisches: gefüllte getrocknete Feigen von Oriolo, Mandeln, Agrumen, eingelegte Oliven und Olivenöl, Eschenmanna von Corigliano; Wein – Rossano