Catanzaro ist die Hauptstadt der Region Kalabrien, 343 m hoch gelegen mit etwa 100.000 Einwohnern, in Panoramalage an der schmalsten Landstelle Italiens. Nach der byzantinischen Wiedergewinnung Kalabriens durch Niceforo Foca entstand Catanzaro im 9. Jh. Die Ortschaft wuchs, weil sie die Bevölkerung aufnahm, die vor den sarazenischen Einfällen und der Malaria flüchtete. Robert Guiscard eroberte Catanzaro im Jahre 1059, es entstand eine Grafschaft als ein neues Lehnsgebiet der Normannen.
Im Mittelalter bildete Catanzaro einen guten Ruf in der Seidenverarbeitung; sogar nach Paris rief man die Meister zur Ausbildung der eigenen Weber. Karl V räumte dieser Kunst zahlreiche Privilegien ein und gewährte Catanzaro 1519 fünf Jahre früher als Florenz die Verfassung der Seidenkunst. Erst mit einer Pestepidemie im Jahre 1668 und durch ein schweres Erdbeben im Jahre 1783 kriselte dieses blühende Gewerbe. Unter der Herrschaft der Bourbonen wurde Catanzaro Hauptstadt und Verwaltungszentrum der Calabria Ulteriore.
Bauwerke in Catanzaro:
- Viadukt Morandi
- Chiesa di San Giovanni
- Chiesa di Sant’Omobono
- Chisa dell’Immacolata
- Palazzo Fazzari
- Chiesa del Monte dei Morti
- Duomo
- Chiesa del Rosario oder di San Domenico
- Chiesa di San Rocco
- Teatro Masciari
- Villa Trieste
- Museo Provinciale
- Biblioteca F. De Nobili
- Chiesa dell’Osservanza
Am Karfreitag findet A Nanca statt, eine traditionelle Trachtenprozession.